Aber ganz von vorne. Bin gestern also endlich raus aus dem Moloch Manila. War auch wieder aufregender als noetig, erst war kaum ein Jeepney zu bekommen, dann waren die alle so voll, das der kleine Bengel neben mir vor lauter aufregung ersteinmal der Mama in den Schoss gekotzt hat. Die letzten paar Meter wollte ich dann noch eine Abkuerzung nehmen, aber die entpuppte sich dann als ein ziemlicher Umweg. Rausgekommen bin ich auf einem uebervollen Markt (mit Hinkelstein auf dem Ruecken), und dort ersteinmal in die falsche Richtung… Irgendwann war ich dann doch an der Station und nun ging die Suche nach dem richtigen Bus los. Ich hatte auch zahlreiche Unterstuetzung, wobei mich jeder in eine andere Richtung schicken wollte. Aber auch dieses Problem wurde geloest, habe meinen Bus (einfach Holzbanklasse) und los gehts…. noch lange nicht! Wir stehen ersteinmal 20 Minuten im Stau und zwar nicht so ein zaehfluessier Stop-and-go Stau, sondern einer von der Sorte bei der gar nix geht. Das ist natuerlich kein Grund den Motor auszmachen, nein… Die Luft (oder was davon uebrig blieb) ist zum Schneiden, aber wer weiss ob man den Motor nochmal anbekommt, wenn er denn einmal laeuft… Also auf dem Weg aus dem Moloch habe ich Manila ein ums andere mal verflucht, aber irgendwann waren wir dann draussen. Es wird etwas kuehler und es regnet ab und zu, leider auch noch als ich in Tagatay ankomme. Von dem Viewcenter ist nix brauchbares uebriggeblieben, ausser einem klenen Cafe, das tatsaechlich ein sehr anstaendigen Kaffee macht. Von hier oben hat man einen wunderschoenen Blick auf den Taalsee, wenn dann mal die Regenwolken einen Blick zulassen, und in der Mitte des Sees ist die grosse Vulkaninsel. Laut Reisefuehrer einer der kleinsten und gefaehrlchsten Vulkane der Welt (sic!). Hier oben haben die Hotels alle Mondpreise, weshalb ich dann doch noch ein Tricycle runter nach Talisay nehme. Komme aber nur bis … wo mich der Fahrer dann zwar nicht da abliefert wo ich hinwill, aber wenigstens an einem Guesthouse, das billiger ist alles was in meinem Buechlein steht und dabei noch ganz passabel aussieht. Kurze Zeit spaeter kommt auch noch ein schweizer Paerchen an, sehr praktisch, denn so kann ich mir die Ueerfahrt zur Vulkaninsel mit den beiden Teilen. Am Abend lassen wir uns mal von der Guesthouse-Mama verwoehnen, gibt Fisch, wie wohl nicht anders zu erwartn in so einem Fischerdorf, aber er ist ganz gut! Leider haben wir dann schon gegen 21:00 Uhr die Biervorraete aufgebraucht. Waehrend des Festmahls bekommt Catherine eine SMS von zuhause. Ihre Abteilung soll von Friburg nach Duesburg verlegt werden und seitdem versucht sie sich in anderswo in der Schweiz zu bewerben, ausgerechnet jetzt hat von einem alten Arbeitgeber ein Angebot bekommen auf das sie sich sofort melden soll… was sie auch macht und nach 6 Minuten (mal sehen was das vom Natel kostet…) kurz danach kommt eine SMS von Claudi aus Muenchen, ihr neuer Arbeitsvertrag ist unterschrieben und die Kuendigung auch!!! Damit kann ich jetzt also offiziell verkuenden, das sie wieder zurueck nach Berlin kommt (und ihr jetzt nicht mehr Deutsches Wetterfernsehen gucken muesst)! Nach soviel guten Nachrichten sollte man eigentlich feiern. Das drumherum stimmt, kleiner Pavillion am See mit Blick auf den Vulkan, nur der gute Boelkstoff ist ausgegangen… Zeit fuer ein wenig Schlaf, wir wollen ja morgen frueh raus.

Taal Vulkansee
Die ueberfahrt dauert ca. 20 min und entgegen aller Warnung bleiben wir komplett trocken, was uebertreiben die denn immer so…. Auf der Insel geht es dann noch einem einstmals kleinen Pfad, der sich langsam zum Canyon mausert, zum Kraterrand. Schon ein schoener Anblick, aber natuerlich wollen wir auch noch runter zum Kratersee. Was noch nicht im Peters steht, ist das es hier jetzt eine Polizeistation gibt, die behaupten das nur sie einen runter fuehren duerfen. So einen Hinweis ignoriert man auch nicht, wenn derjenige in seinem Guertel eine .45 ACP traegt (im uebrigen koennten wir seine Knarre auch ausleihen um weiter hinten auf Flaschen zu schiessen 6 Schuss = 500 P). Aber wir handeln es dann lieber von 1.500 auf 500 runter und lassen uns dann den Weg zeigen. Der Abstieg ist zwar nicht mit einem Schwierigkeitsgrad zu versehen, aber feste Schuhe sollte man schon haben. Von oben sah man nur an ein paar Stellen Wasserdampf aufsteigen, weshalb der kleinste und geaehrlichste Vulkan jedenfalls im zweiten Teil uebertrieben schien, aber wenn an der richtigen Stelle in den riesien Kratersee fasst, ist es kochenheiss. An anderen kann man wieder baden… (ich erinnere mich da dunkel an einige Filme…) Naja, nachdem wir den See ausgiebig erkundet haben geht es wieder nach oben. Bem Abstieg haben wir schon festgestellt, das der inprovisierte Schiessstand genau in der Richtung liegt, aus der wir jetzt kommen werden und in letzter Zeit knallt es auch haeufiger mal… Als wir oben sind wissen wir auch warum. Eine Gruppe Koreaner ist angekommen. Wer diese Gruppen mal in Angkor oder sonst wo erlebt hat, weiss was ich meine… Wir machen uns schnell wieder auf dem Weg zum Boot. Unterwegs ueberholt uns dann aber die koreanische Kavallerie (man konnte sich auch einen Gaul mieten, damit man nicht laufen muss) und der Vulkan hat wohl fuer heute seine Ruhe. Auf der Rueckfahrt werden wir nass bis auf die Haut! Nach der vielen Schwitzerei nicht unangenehm, aber vom Ufer traut man dem See einfach nicht zu, das er solche Wellen entwickeln kann…



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