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Artikel getaggt mit ‘Vulkan’

Die Westküste und die Ausserirdischen

unsere Unterkunft

Haben heute morgen den Rechenschieber raus geholt und festgestellt, dass wir doch noch einen Tag länger Autobesitzer sind als bisher angenommen. Hätten also doch noch weiter in den Osten vordringen können, vor allem, da in Höfn das Wetter deutlich besser war und an der Ostküste überhaupt gutes Wetter vorausgesagt ist. Aber stattdessen haben wir uns entschlossen heute in eine ganz andere Ecke zu fahren. Hendrik und Carlo hatten uns gestern Snaefellsnes empfohlen, „Iceland in a nutshell“ und außerdem der esoterische Mittelpunkt der Welt. Der Gletscher Snæfellsjökull soll nicht nur regelmäßig Außerirdische anziehen, die Kraft der Erde ist an diesem Punkt gebündelt. Liegt ja auch auf der Hand, schließlich beginnt hier die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Letztendlich war aber entscheidend, dass wir noch etwas Abwechslung zur Südküste haben wollten und das möglichst in max. 2-3 Autostunden Entfernung von Reykjavik. Also haben wir in Zeitraffer nochmal alles an was wir in den letzten 10 Tagen gesehen haben an uns vorbei fliegen lassen. Verkürzt hat uns die Fahrt ausnahmsweise das isländische Radioprogramm, indem es Klassiker von Zarah Leander, Lale Andersen und Marlene Dietrich spielt. Am frühen Nachmittag passieren wir die Hauptstadt und danach geht es direkt weiter auf der 1 nach Norden. Vor uns liegt nicht nur einer der größten Fjorde des Landes, sondern auch der längste Tunnel um genau jenen welchen zu unterqueren. Es ist die einzige Mautstraße des Landes und die 800 ISK sind es uns Wert mal 165 Meter tief unter die Oberfläche zu flitzen. Über Borganes geht es weiter auf der 54. Inzwischen ist es schon später Nachmittag und die Sonne lacht vom Himmel. Man muss regelrecht aufpassen, dass man die Zeit zur Suche nach einer Unterkunft nicht verpasst. Versuchen auf gut Glück beim erst besten Hof der uns gefällt und Zimmer vermietet. Volltreffer, nicht nur Blick auf das Meer und den Snæfellsjökull auch einen eigenen Hotpot! Müssen uns das Appartment zwar noch mit einem dänischen Pärchen teilen, aber die sind pflegeleicht. Ein kurzer Spaziergang am Strand und dann ab in die Heia.

Snaefells

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Im Tal der heissen Quellen

Nicht immer ist Sonnenschein und dann ist es gut, wenn man noch etwas wetterunabhängiges Programm hat. In der Nähe gibt es drei Höhlen die es sich laut Reiseführer zu erkunden lohnt. Dafür müssen wir zwar auf der Schotterpiste von gestern noch ein paar Kilometer wieder zurück, aber was solls. Die erste Höhle ist zwar unspektakulär klein, aber dafür war sie noch bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts bewohnt.

Lavafeld mit Schnee

Viel zu sehen gibt es nicht, riesige Lavafelder und zwischendrinn immer mal wieder ein alter Schlot. In einige kann man hineinschauen, manchmal sieht man nur in ein schwarzes Loch oder einen kurzen Kamin der in einer Höhle

endet. Genauso eine finden wir ein paar Kilometer weiter. Hätte nicht gerade ein anderes Pärchen dort angehalten, wir hätten sie wahrscheinlich übersehen. Von ein paar Bodenwellen und den Gipfeln des litla- und stora-dimon abgesehen ist es eigentlich ziemlich platt, aber an einigen Stellen ist die Erde eingebrochen und hat kleine und große Höhlen gebildet. In einer davon kommt man nach ca. 20 m in eine relativ große Halle, die Höhle Tintron. In anderen hat sich sogar noch ein Häufchen Schnee gerettet. Die dunklen Wolken wollen nicht weichen, passen ja auch ganz gut zu der Landschaft. Den schottischen Highlands stehen

Regenwolken ja auch besser als eitel Sonnenschein, aber wandern auf glitschigen Steinen ist dann doch nicht ganz unser Ding. Also cruisen wir ein wenig durch die Landschaft und machen uns über die Radfahrer lustig. Morgen soll das Wetter wieder besser werden….

Mordor

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Sonnenbrand auf Island

Kerið

So heute soll es hinausgehen aus der großen Stadt. Mietwagen sind so mit das Einzige was auch nach der Abwertung noch ziemlich teuer ist, aber so ein fahrbarer Untersatz ist hier schon von Vorteil. Zur Wahl steht dann ein Klein- bis Mittelklassewagen mit dem man auf fast allen Straßen vorwärts kommt oder eben ein Geländewagen mit dem man fast überall hinkommt. Es gibt eine Ringautobahn und diverse andere wichtige Straßen die asphaltiert sind, eine Menge Pisten, auf denen man aber eigentlich auch mit dem normalen Wagen vorwärts kommt und dann gibt es noch die F-Straßen. Die sollte man ohne Allrad meiden, meint jedenfalls die Versicherung und läßt einen auf prompt im Stich, wenn dort etwas schief läuft. Auf F-Straßen fehlt denn ab und zu die Brücke zum Fluß und die Wat-Tiefe eine Toyota Yaris ist doch sehr beschränkt. Ein kleiner Regenguß zur falschen Zeit kann eine bis dahin passierbare Straße ist mehr ein Flußbett verwandeln und besonders Nachmittags steigen die Pegel der Flüße gerne, weil sie aus den Gletschern Nachschub bekommen. Ein Geländewagen kostet aber ca. das zwei bis dreifache eines Kleinwagens und so ist uns diesesmal die Entscheidung leicht gefallen. Sind dann also mit unserem funkelnagelneuen Corolla (KM-Stand 71 Km) Richtung Selfoss gefahren. Gleich hinter Reykjavik beginnt Mordor, so sieht es jedenfalls aus. Die Wolken hängen tief als wir durch diese Mondlandschaft fahren und am Horizont steigen Rauchschwaden gen Himmel. Wie sich herausstellt sind das aber nur zwei der Geothermiekraftwerke die Reykjavik mit Strom und warmen Wasser versorgen. Ist schon Klasse, da wohnt man schon recht nah am Polarkreis und was sagen die Heizkosten? Null! Kein Spaß, Warmwasser gibt Papa Staat hier kostenfrei ab. Da ist es schon fast verwunderlich das die Fenster hier fast alle fest eingebaut sind und man nur einen kleinen Teil abklappen kann. Von Selfoss geht es auf der 35 zum Kerið Vulkan. Großes Loch in der Erde, sonst nicht weiter spektakulär. Um genau zu sein bewegen wir uns die ganze Zeit nur auf einer Reihe von Vulkanen… Über die 351 kommen wir dann wieder auf die 36, denn unser Ziel ist Þingvelir. Vorher machen wir aber noch eine kurze Pause am Þingvallavatn und legen uns in die Sonne. Das wir uns in Island einen Sonnebrand holen hätten wir auch nicht gedacht. Þingvellir ist ein besonderer Ort.

Peningagja

Nicht nur das hier die Wiege des isländischen Staates liegt, die erste Kirche gebaut wurde und seit dem 9. Jhd die jährlichen Alþing stattfanden, nein! Hier treffen auf noch die amerikanische und die eurasische Platte so aufeinander, das sich ein wirklich beeindruckender Graben ergeben hat, an dem sich die amerikanische Platte langsam über die eurasische zu schieben scheint. Der Wasserfall Öxarárfoss ist dabei dann schon fast unscheinbar. Von hier geht es über eine hübsch-kurvige Buckelpiste nach Laugarvatn. Der Tag war anstrengend und wird mit einem königlichen Mahl im Lindin beendet. Danach geht es in unsere Bleibe, das örtliche Internat. Auch ein sehr praktisches System. Die staatlichen Internate werden in den Sommermonaten in Hotels umgewandelt und halten dabei den locker den Standard einer normalen Unterkunft. Teste heute mal das zweite isländische Bier.

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Die deutsch-schweizerische Expedition zum kleinsten und gefaehrlichsten Vulkan der Welt

4. Dezember, 2008 1 Kommentar

Aber ganz von vorne. Bin gestern also endlich raus aus dem Moloch Manila. War auch wieder aufregender als noetig, erst war kaum ein Jeepney zu bekommen, dann waren die alle so voll, das der kleine Bengel neben mir vor lauter aufregung ersteinmal der Mama in den Schoss gekotzt hat. Die letzten paar Meter wollte ich dann noch eine Abkuerzung nehmen, aber die entpuppte sich dann als ein ziemlicher Umweg. Rausgekommen bin ich auf einem uebervollen Markt (mit Hinkelstein auf dem Ruecken), und dort ersteinmal in die falsche Richtung… Irgendwann war ich dann doch an der Station und nun ging die Suche nach dem richtigen Bus los. Ich hatte auch zahlreiche Unterstuetzung, wobei mich jeder in eine andere Richtung schicken wollte. Aber auch dieses Problem wurde geloest, habe meinen Bus (einfach Holzbanklasse) und los gehts…. noch lange nicht! Wir stehen ersteinmal 20 Minuten im Stau und zwar nicht so ein zaehfluessier Stop-and-go Stau, sondern einer von der Sorte bei der gar nix geht. Das ist natuerlich kein Grund den Motor auszmachen, nein… Die Luft (oder was davon uebrig blieb) ist zum Schneiden, aber wer weiss ob man den Motor nochmal anbekommt, wenn er denn einmal laeuft… Also auf dem Weg aus dem Moloch habe ich Manila ein ums andere mal verflucht, aber irgendwann waren wir dann draussen. Es wird etwas kuehler und es regnet ab und zu, leider auch noch als ich in Tagatay ankomme. Von dem Viewcenter ist nix brauchbares uebriggeblieben, ausser einem klenen Cafe, das tatsaechlich ein sehr anstaendigen Kaffee macht. Von hier oben hat man einen wunderschoenen Blick auf den Taalsee, wenn dann mal die Regenwolken einen Blick zulassen, und in der Mitte des Sees ist die grosse Vulkaninsel. Laut Reisefuehrer einer der kleinsten und gefaehrlchsten Vulkane der Welt (sic!). Hier oben haben die Hotels alle Mondpreise, weshalb ich dann doch noch ein Tricycle runter nach Talisay nehme. Komme aber nur bis … wo mich der Fahrer dann zwar nicht da abliefert wo ich hinwill, aber wenigstens an einem Guesthouse, das billiger ist alles was in meinem Buechlein steht und dabei noch ganz passabel aussieht. Kurze Zeit spaeter kommt auch noch ein schweizer Paerchen an, sehr praktisch, denn so kann ich mir die Ueerfahrt zur Vulkaninsel mit den beiden Teilen. Am Abend lassen wir uns mal von der Guesthouse-Mama verwoehnen, gibt Fisch, wie wohl nicht anders zu erwartn in so einem Fischerdorf, aber er ist ganz gut! Leider haben wir dann schon gegen 21:00 Uhr die Biervorraete aufgebraucht. Waehrend des Festmahls bekommt Catherine eine SMS von zuhause. Ihre Abteilung soll von Friburg nach Duesburg verlegt werden und seitdem versucht sie sich in anderswo in der Schweiz zu bewerben, ausgerechnet jetzt hat von einem alten Arbeitgeber ein Angebot bekommen auf das sie sich sofort melden soll… was sie auch macht und nach 6 Minuten (mal sehen was das vom Natel kostet…) kurz danach kommt eine SMS von Claudi aus Muenchen, ihr neuer Arbeitsvertrag ist unterschrieben und die Kuendigung auch!!! Damit kann ich jetzt also offiziell verkuenden, das sie wieder zurueck nach Berlin kommt (und ihr jetzt nicht mehr Deutsches Wetterfernsehen gucken muesst)! Nach soviel guten Nachrichten sollte man eigentlich feiern. Das drumherum stimmt, kleiner Pavillion am See mit Blick auf den Vulkan, nur der gute Boelkstoff ist ausgegangen… Zeit fuer ein wenig Schlaf, wir wollen ja morgen frueh raus.

Taal Vulkansee

Taal Vulkansee

Die ueberfahrt dauert ca. 20 min und entgegen aller Warnung bleiben wir komplett trocken, was uebertreiben die denn immer so…. Auf der Insel geht es dann noch einem einstmals kleinen Pfad, der sich langsam zum Canyon mausert, zum Kraterrand. Schon ein schoener Anblick, aber natuerlich wollen wir auch noch runter zum Kratersee. Was noch nicht im Peters steht, ist das es hier jetzt eine Polizeistation gibt, die behaupten das nur sie einen runter fuehren duerfen. So einen Hinweis ignoriert man auch nicht, wenn derjenige in seinem Guertel eine .45 ACP traegt (im uebrigen koennten wir seine Knarre auch ausleihen um weiter hinten auf Flaschen zu schiessen 6 Schuss = 500 P). Aber wir handeln es dann lieber von 1.500 auf 500 runter und lassen uns dann den Weg zeigen. Der Abstieg ist zwar nicht mit einem Schwierigkeitsgrad zu versehen, aber feste Schuhe sollte man schon haben. Von oben sah man nur an ein paar Stellen Wasserdampf aufsteigen, weshalb der kleinste und geaehrlichste Vulkan jedenfalls im zweiten Teil uebertrieben schien, aber wenn an der richtigen Stelle in den riesien Kratersee fasst, ist es kochenheiss. An anderen kann man wieder baden… (ich erinnere mich da dunkel an einige Filme…) Naja, nachdem wir den See ausgiebig erkundet haben geht es wieder nach oben. Bem Abstieg haben wir schon festgestellt, das der inprovisierte Schiessstand genau in der Richtung liegt, aus der wir jetzt kommen werden und in letzter Zeit knallt es auch haeufiger mal… Als wir oben sind wissen wir auch warum. Eine Gruppe Koreaner ist angekommen. Wer diese Gruppen mal in Angkor oder sonst wo erlebt hat, weiss was ich meine… Wir machen uns schnell wieder auf dem Weg zum Boot. Unterwegs ueberholt uns dann aber die koreanische Kavallerie (man konnte sich auch einen Gaul mieten, damit man nicht laufen muss) und der Vulkan hat wohl fuer heute seine Ruhe. Auf der Rueckfahrt werden wir nass bis auf die Haut! Nach der vielen Schwitzerei nicht unangenehm, aber vom Ufer traut man dem See einfach nicht zu, das er solche Wellen entwickeln kann…

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