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Moschaw Herut


Heute noch einmal ganz entspannt Frühstücken und dann fahren wir zu Naama&Nico nach Herut. Sobald Tel Avivi Kinder bekommen ist es der Traum aller vieler raus aufs Land zu ziehen. Dementsprechend findet man in den Moschaws (Unterschied zwischen Moschaw und Kibbuz bitte selber nachlesen) immer mehr Neubaugebiete, in denen sich keiner für die Landwirtschaft interessiert.

Bei Namen sind die Israelis nicht so erfinderisch, das beginnt bei den Vor- und Nachnamen, die sich doch sehr häufig wiederholen (dafür haben sie alle eine Numme sic!) und das ist bei den Städtenamen nicht anders (o.k., wie viele Neustadt gibt es in Deutschland?!). Jedenfalls führt es dazu, dass wir eine kleine Ewigkeit Richtung Beit Herut fahren, bis wir merken, dass wir ja eigentlich nur nach Herut wollen… Zum Glück sind wir wenigstens in die richtige Himmelsrichtung gefahren, allerdings auf der “A2 Israels”. Meint, Stop&Go bis zum Horizont.. Kommen also mit ein wenig Verspätung zum BBQ. Als ich vor zwei Jahren hierher kam war es Sommer und die Temperaturen so, dass man sich ohne Asbestunterwäsche nicht vor die Tür getraut hat, aber der israelische Herbst ist auch hier wie ein teutonischer Supersommer. Nach einem schönen Spaziergang müssen wir dann aber auch schon los…

Am Flughafen hilft es zwar sehr, dass Naama für uns die Fragen beim Sicherheitsinterview beantwortet, aber beim Scannen des Gepäcks verlieren wir mal wieder ordentlich Zeit. Die wohl ziemlich neue Kiste hat die Angewohnheit die Aufkleber mit dem 3D-Barcode von den Koffern zu lutschen und diese dann”nakich” wieder auszuspucken. Was bedeutet dass man sich noch einen Sticker holen muss und sich das ganze wiederholt. Das geht nicht nur uns so, sondern auch allen anderen, weswegen die Schlange nicht kürzer zu werden scheint. Irgendwann sind wir dann aber durch und versuchen mit Engelszungen noch die Plätze gleich hinter der BusinessClass zu bekommen, da man nur dort die Babykrippen einhängen kann und die Kiddies einem nicht die ganze Zeit auf dem Schoß sitzen müssen. Aber keine Versprechen, das sollen wir mit dem Flugzeugpersonal klären… Meinen Rucksack wollen die so nicht einchecken, das ist wohl auch was Neues, der muss am Sperrgutcheck-in abgegeben werden. Da sitzt ein gelangweilter Jüngling der auf den ersten Bartwuchs wartet und mehr damit beschäftigt ist mit seinem Telefon zu spielen. Eigentlich war es mir zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass es mein Rucksack nicht mit in unserem Flieder schaffen wird, aber was soll man machen….

Der Flug ist mal wieder relativ unspektakulär, nach 1 1/2 Stunden schläft Arvid ein und wir kommen sogar 10 Minuten vor der Zeit in Berlin an. Am Gepäckausgabe warten wir Geduldig bis der letzte Koffer vom Band ist und wir alleine sind… Der gute Mann bei der Gepäckverlustanzeige will gar nicht erst meine Namen hören, er weiss schon das mein Rucksack noch in Tel Aviv ist. Der kommt Morgen mit dem ersten Flieger und soll dann mit der Post zugestellt werden. Also noch schnell den Mietwagen geholt, um 02:oo Uhr sind wir wieder zuhause.

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