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On Ice


Gletschertour

Heute moderat früh aufgestanden, um 09:00 Uhr startet die Tour zum Gletscher. Die Gruppe ist erfreulich klein, sechs Mann, genau genommen drei Frauen drei Männer. Die Wirtschaftskrise scheint auch Menschen von anderen Kontinenten anzuziehen, Australier und Asiaten die mit Flipflops und kurzen Hosen auf den Gletscher wollen… Unser Führer ist ein netter Isländer der leider sehr auf Vorsicht bedacht ist. Überall versucht er Stufen zu schlagen und allzu häufig wird angeseilt. Aber nichts desto trotz ist es eine Erfahrung durch dieses Labyrinth aus Eis zu laufen. Diese kurze „Zunge“ des riesen Gletschers ist bis zu 400 Meter dick und das Eis an seinen Ausläufern stammt aus der Zeit der Entdeckung Amerikas. Auch diese Gletscher sind natürlich am Abschmelzen, aber hier macht keiner ein Geschrei von wegen Klimawandel durch Menschenhand. Zur Zeit der Besiedlung Islands waren die Gletscher noch um einiges kleiner und vor ca. 1.500 Jahren gab es hier noch gar keine. Zurück zu unserer Gletschertour:

Gletschertour

An das Laufen mit Steigeisen gewöhnt man sich relativ schnell, der Grip ist schon fantastisch, aber man sollte nicht vergessen, dass jede der kleinen Kavernen in die man rutschen kann ziemlich tief sein dürfte… Man kommt nur relativ langsam vorwärts. Ständig muss man ausweichen, wieder zurück und weiter im zickzack. So haben wir nach vier Stunden vielleicht 3 Km Luftlinie geschafft, als unser Führer wieder zum Rückmarsch bläst. Mit dem Wetter haben wir Glück gehabt. Gestern hat es zur gleichen Zeit in Strömengeregnet, aber wir haben Sonne und ab und zu ein paar Wolken gehabt. Obwohl dies ein warmer Gletscher ist, der an keinem Punkt kälter als 0 °C ist, herrscht leichtes Kühlschrankfeeling und die Sonne war schon eine wohltat. Nach 8 ½ Stunden verlassen wir das Eis und machen uns auf den Weg zu unserer Unterkunft am „Schweineberg“ und springen ersteinmal in den Pool. Im Hotpot treffen wir noch zwei Hamburger die mit dem Fahrrad unterwegs sind. An sich haben sie ja ziemlich Glück mit dem Wetter, aber bei dem Wind den man meist auf der Küstenstraße hat, ist Island auf alle Fälle keine Fahrradfahrerparadies.

Gletschertour

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